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Haus Titus Brauerstraße D-56743 Mendig - N 50° 22.710 E 007° 17.200

Unser Lost Place
Eine lange und vielfältige Geschichte eines Gebäudes. Übrig blieben mehrere Gebäude und Anbauten, drei weitläufige Stockwerke, ein Keller und Flächen drumherum.
Die Schultheis-Brauerei wurde 1860 in Weißenthurm gegründet und legte wegen der Mendiger Lagerkeller bereits 1861 eine Filiale in der Niedermendiger Brauerstrasse an, die sogar die größere mit eigener Mälzerei und später auch mit einer Kältemaschine wurde. Nach dem ersten Weltkrieg verließ Schultheis Niedermendig wieder und es folgte die "Mitteldeutsche Tabakindustrie AG Niedermendig Schwerpunkt Kautabak ".
Das Hauptwerk war in Nordhausen. Ein Mendiger wurde 1921 erster Werkmeister und übernahm die Firma 1926 als Mittelrheinische Kautabakfabrik Rheinstift. 1931 wurde die Fabrik in Wohnungen umgewandelt. Als 1942 beim ersten Luftangriff auf Köln die Textilfabrik Oberrecht total zerstört wurde, verlegte die Familie ihren Betrieb hier in die Brauerstrasse. Ab 1950 wurde das Gebäude zur Brauerstrasse hin wesentlich erweitert und anstatt Wehrmachtskleidung wurde für "Witt Weiden " Bettwäsche von zeitweise bis zu 300 Mädchen genäht. Konkurrenz aus Nordeuropa und Übersee führten 1971 zur Schließung.

Es folgte 1976 die Werbemittelfirma Lisch, später Beutler bis zum 30.9.1982 und 1983 die Titus-Schraubenfabrik, die 1988 in Konkurs ging. Die Stadt ersteigerte das Anwesen für die Einrichtung eines Vulkanmuseums, da das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz auf Nachfrage der DVG dieses Gebäude und Gelände für eine Vulkan-Erlebniswelt geeignet befand.
Von 2000 - 2004 (Baubeginn Lava-Dome) Instandhaltungen und Nutzung durch die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft (DVG) und anschließend durch die Mendiger Bildhauer Werner Geilen und Gerd Müller im Wohnhaus und im Erd- und Dachgeschoss.
Das im Eigentum der Stadt Mendig stehende große Anwesen wartet nun auf neue Interessenten, die diese gute Lage für Investitionen nützen könnten !
  
Sehr interessant ist, dass das komplette Gebäude aus Basaltsteinen gebaut ist, wie es für alte Gebäude dieser Gegend üblich ist. Leider wurde im Laufe der Jahre dieser Basalt durch einen Fassadenputz überlagert. Viele Gebäudeteile, wie der für Brauereien klassische lange Schornstein, existieren leider auch nicht mehr. Auf einer privaten Nachbarparzelle existiert auch noch ein alter Schacht, der ursprünglich auch zum Firmengelände gehörte.
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